Kavendish

Spielend durchs Leben

Für eine Handvoll Dollar

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Yeeeeeehhaaaa, Howdy und hola. So oder so ähnlich klingt es derzeit gefühlte 24 Stunden aus meinem Fernseher und es läuft nur eins…….. Red Dead Redemption.  Allein der Klappentext des Spiel sagt schon etwas darüber aus was uns erwartet: Action. Um diesen einmal zu zitieren: “Als Bundesagenten seine Familie bedrohen, muss der frühere Outlaw John Marston wieder zur Waffe greifen und eine Bande von Verbrechern jagen, die einst seine Freunde waren. In einem epischen Überlebenskampf in den endlosen Weiten des Amerikanischen Westens und Mexikos versucht Marston verzweifelt seine blutige Vergangenheit zu begraben. Einen Mann nach dem anderen.

Ohne dieses Hintergrundwissen werden wir als Spieler nach etwa  30-40 Minuten einen Teil von Marstons Beweggründen erfahren. Das aber erst, nachdem wir in Begleitung von 2 Bundesagenten mit einem Schiff und anschließend einem Zug in einen größeren Ort gefahren sind und auf der Suche nach den alten Gangmitgliedern niedergeschossen und von einer Farmbesitzerin gerettet wurden. Nun folgt auf der Farm das Tutorial. Wie wir es von der geliebten GTA-Reihe gewohnt sind, werden wir nach und nach in die Spielmechanik eingeführt und auch weiter ausgerüstet. So lernen wir in Form einer Rundführung über die Ranch das reiten. Bei einer Nachtwache schießen wir vorerst auf Hasen, die sich an der Ernte vergreifen und Kojoten die sich im Hühnerstall zu Tisch gesellen wollen.  Und schon haben wir ein Gewehr im Inventar.

Zack, da fällt nach den ersten Missionen etwas ins Auge. Ruhm und Ehre. Steigt der Ruhm doch mit jeder erfüllten Mission, egal ob Haupt oder Nebenmissionen und unabhängig von der Vorgehensweise, kann die Ehre in 2 Richtungen ausschlagen.

Hierzu ein kleines Beispiel: Bei einer Nebenmission bittet ein Mann, ihm eine Besitzurkunde für ein Fleckchen Land zu besorgen, auf dem er Wasser suchen möchte. Das Problem hierbei ist aber:Es gibt bereits einen Besitzer. Also heißt es auf das Pferd schwingen und ab zum Besitzer. Dieser stellt die Urkunde für einen Kaufpreis von 200!!!!!$ in Aussicht. Also Revolver ziehen, niedermähen und die Urkunde an sich nehmen. Es klebt im Wahrsten Sinne des Wortes Blut an dem Dokument aber das stört auch den Empfänger nur bedingt, die Belohnung: 10 $, 20 Ruhmpunkte und ein Minus von 50 Ehren Punkte. Also der Weg Richtung Desperado. Beim Kauf des Grundstücks schlägt die Ehrennadel natürlich in die andere Richtung aus.

Nach weiteren Spielstunden haben wir nun die Möglichkeit ein Halstuch zu erwerben. Vorteil: Ehre und Ruhm verändert sich nach einer Tat nicht wenn wir es vor dem Gesicht tragen. So kann auch ein Held mal mit gezogener Waffe in einen Laden gehen und etwas Geld “abheben”.  Um hier noch eine Brücke zur Artikelüberschrift zu bauen lässt sich sagen, dass eine überfallene Person in der Regel 3$-5$ bei sich trägt. Damit er euch nicht verpfeift gibt es ebenfalls 2 Möglichkeiten: Bestechen oder zum großen Manitu schicken. Bestechen kostet 5$ also ist wird die Entscheidung dem Spieler indirekt abgenommen.

Nach nunmehr 18 Spielstunden sagen mir die sehr umfangreichen Statistiken alla GTA, dass ich ca. 38% des Spiels bewältigt habe und dabei ca 510 Mitbürger auf dem Gewissen habe.

Typisch GTA sind auch die zahlreichen Nebentätigkeiten. Hier gibt es Poker, Würfelpoker, Blackjack,Verbrecher jagen, Five Finger Fillet (Ja man Hand auf den Tisch Finger möglichst weit auseinander und hoffen nicht mit dem Messer die Finger zu treffen), Pferde zureiten………. Es lassen sich Immobilien kaufen in denen gespeichert werden kann und auch sonst wird immer etwas geboten. Wenn man in der Stadt plötzlich blöd von der Seite als “Son of a bitch” bezeichnet wird, ist dies als “Einladung” zu einem Duell verstehen. Und solche Zufallsevents gibt es zuhauf.

Das zu bereisende Areal ist riesig und in verschiedene Gebiete unterteilt dies sich nach und nach betreten lassen. Trotzdem kommt man sehr gut zurecht. Beim Setzen eines Wegpunkts auf der Karte wird der “Straßenweg” zu diesem angezeigt.

Kommen wir nun weg vom Spielerischen um nicht zuviel zu spoilern. Red Dead Redemption ist auch optisch ein echter Leckerbissen. und auch von den Animationen gibt es FAST nichts zu meckern. Die Sprungbewegungen vom Protagonisten und auch von den Pferden sehen etwas merkwürdig aus und auch der eine odere andere Clippingfehler taucht auf. Soweit nicht schlimm, wenn man nicht plötzlich durch die Straße unter die Welt fällt und das Spiel neu Laden muss. Ansonsten gibt es aber in dem Bereich genauso wenig zu meckern wie im spielerischen.  Und auch akkustisch wird viel für die Atmosphäre geboten. Typisch Western. Und auch der Klang der Pferdehufen, Waffen und die Synchro sind sehr gelungen.

Im Komplettüberblick ist Red Dead Redemtion ein kleiner Kindheitstraum. Revolverheld im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Grade das Neue Thema sorgt für angenehmen, frischen Wind in die,in meinen Augen langsam ausgelutschte, GTA Welt und wirklich nachhaltig sind mir nur die “besonderen” Teile der Serie im Gedächtnis geblieben. GTA III und Vice City. So ein Coup könnte Rockstar auch mit Red Dead Redemption gelingen.

Fazit: Pflichtkauf!!!!!!!!!!!!! die vielen Ausrufezeichen sind gewollt

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