Jaja, ein schlechter Abklatsch vom Fantastischen Vier Hit “MFG”…. egal. Auf dem PC wird man aktuell als ehrlicher Käufer von Ubisoftspielen zum “Daueronlinesein” verdammt und darf auf die Gnade(Erreichbarkeit) der Authentifizierungsserver hoffen. Etwas das zu jedem Release aktuell verpatzt wurde.
Wer im letzten Abschnitt einer Mission die Internetverbindung verliert und dank dem DRM/Kopierschutz damit auch ins Hauptmenü zurückgeworfen wird, ja der wird ganz bestimmt den riesigen Mehrwert der Onlinesavegames berücksichtigen bei seiner Hasstirade. Gibt die Dinge die kann auch die beste Marketingabteilung nicht schönreden. Besonders erwähnenswert fand ich die Meldung auf Computerbase, dass Ubisoft diesen Kopierschutz sogar bei der Demo von Siedler 7 einsetzt. Demo ist ein gutes Stichwort. EA, der geistige Vater der Premiumdemos, macht gerade mit seinem “Onlinepass” Furore. Denn wie uns von einem EA-Schergen auf Gamestar.de vorgerechnet wird, ist der Gebrauchspielehandel viel schlimmer als das Raubkopierertum.
Um den florierenden Gebrauchtmarkt zu unterbinden setzt man nun verstärkt auf “Downloadable Content”. Im Grunde finde ich DLC, früher hieß sowas einfach Addon oder Mappack
, klasse, verlängert er doch die Spielzeit oder erhöht den Wiederspielwert. Gefühlt gab es auf XBox Live anfangs noch mehr kostenlose Inhalte oder besser gesagt die Balance zwischen kostenlosen und kostenpflichten Inhalten pro Spiel stimmte. In letzter Zeit wird damit aber quasi nur noch Schindluder getrieben. Wir erinnern uns an Bioshock 2, da war der DLC bereits auf der Spieldisc und wurde für 400MS-Points freigeschaltet.
Anders, aber genauso dreist, Assassins Creed 2 da wurden einfach Missionen aus dem Hauptspiel entfernt, um Sie gegen MS-Points wieder per DLC einzufügen.
Was ist das bitte für eine Mentalität seinen Kunden gegenüber? Abzocke³
Problem, anscheinend haben wir, als breite Kundenmasse, es verdient. Wir wollen es ja so. Anders können Activision und ich das nicht erklären, wie ein überteuertes Mappack zum erfolgreichsten DLC werden konnte. Stimulus Pack für Modern Warfare 2, 1200 MS-Points, fünf Multiplayerkarten, zwei davon aus Modern Warfare 1 wieder-verwertet. Top! Der Kunde ist also reich, dumm und steht drauf auch so behandelt zu werden. Na schönen Dank auch.
Aber es geht noch weiter, in der guten alten Zeit wurden Erstkäufer mit Extras belohnt und Gebrauchtkäufer hatten manchmal noch die Chance sich diesen DLC nachzukaufen, wenn gewünscht.
Auch für diese Kundschaft wurde nun in dunklen Controllerbüros eine Lösung erdacht. Ich glaube es fing an mit Mass Effect 2 und seinem “Cerberus Netzwerk”. Erstkäufer erhielten einen Zugangscode für den DLC den das Spiel bietet, sich einfach auf dem Xbox Marktplatz durchklicken und kaufen ist nicht. Du willst DLC, kauf bitte erstmal den “Cerberus Netzwerk” Zugang. Dreist oder? Wer macht sowas bitte mit? Dennoch windige Geschäftemacher bei EA verschärfen die Situation noch einmal um an das Geld der Gebrauchtkäufer ranzukommen. Nicht der Zugang zu DLC kostet, nein der Zugang zum Mehrspielermodus muss extra erkauft werden. Genial, auf eine ziemlich perfide Art und Weise. Wie attraktiv ist dann noch ein gebrauchtes Fifa oder NHL? Damit ist ein Fifa nicht für den Wiederverkauf uninteressant, auch für Videotheken und ihr Verleihgeschäft war es das.
Ich bin nicht von PC auf Konsole gewechselt um wieder gegängelt und abgezockt zu werden, nur weil ich ein vollständiges und ungetrübtes Spielerlebnis verlange.
Ich will nicht in Zukunft im publishereigenen Onlineshop mir mein Spiel zusammenzuklicken wie eine Pizza. “Tutorial könnense’ weglassen, Singleplayer nur die Hälfte, mehr schaff ich nich, Multiplayer aber voll bitte. Was sagen Sie, die werbefreie Version kostet nochmal 10€ Aufpreis? Hm, wenn es sein muss.”
29. Mai 2010 um 20:27 Uhr
Um auch mal was Positives über Ubi zu sagen: die wöchentlichen kostenfreien Extras bei Splinter Cell Conviction fand ich super. Jede Woche eine neue Waffe oder Ausrüstungsgegenstände. Bei Mass Effect zahlt man ja sogar für die kleinsten Erweiterungen dick Kohle.
Bei Prince of Persia gibt es dann leider überhaupt keine Extras und das Spiel kostet für die Xbox im GameStop trotzdem 70 Euro. Und bei Bugs wartet man wochenlang auf ein Update, da hast du üblicherweise auf dem PC weniger Wartezeit, oder? Hat alles Vor- und Nachteile, das ständige online-sein käme für mich auch nicht in Frage, schließlich will ich keine Kabel durch die ganze Wohnung verlegen, wofür hat man denn WLAN?
30. Mai 2010 um 00:35 Uhr
Hm, also auf dem PC wäre mir die Bestechung durch kostenlosen DLC in Form von Waffen oder Equipment irgendwie zu gering.
Aber ja das Preisgefüge stimmt bei vielen Titeln nicht mehr.
30. Mai 2010 um 22:46 Uhr
Es sind ja nicht nur die Spiele. Stichwort HD+.
Dazu kommt, dass vor allem Erweiterungspacks zuletzt saumäßig teuer sind. Früher hat so etwas mal 15-20 Mark gekostet, heute darf man für GTA IV oder Dragon Age Erweiterungen locker 30-40 euro auf den Tisch legen.
Die ganze Geschichte mit dem DLC ist ja auch nur abgeschaut, Browsergames machen es ja schon länger vor, dass man ein Spiel zwar spielen kann, Komfortfunktionen oder anderes kosten dann Geld.
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